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Musical ELISABETH: Das Kreativteam
Michael Kunze: Idee, Buch- und Liedtexte
Michael Kunze begann schon als Student Ende der 60er Jahre sehr erfolgreich Liedertexte zu schreiben. Er landete Hit auf
Hit und war bald der gefragteste Songwriter Deutschlands. Als erstem Deutschen gelang ihm 1976 sogar der Sprung auf die
Nummer Eins der US-Hitparaden. In den USA und Europa produzierte er für internationale Pop-Interpreten wie Silver Convention,
Herbie Mann, Julio Iglesias, Gilbert Bécaud und Sister Sledge. Ein Grammy und über 70 Gold- und Platinschallplatten zeugen
von diesem Abschnitt seiner Karriere.
Auf dem Scheitelpunkt seines Erfolges zog sich Michael Kunze aus der Pop-Branche zurück, um sich der Literatur zu widmen.
Seine Sachbücher "Der Freiheit eine Gasse" und "Straße ins Feuer" wurden Bestseller, das letztgenannte auch in den USA,
Japan und Brasilien. Trotz seiner erfolgreichen Veröffentlichungen blieb er der Unterhaltungsbranche weiter treu.
Gewissermaßen nebenbei konzipierte er großes und bis heute fortwirkendes TV-Entertainment (ARD-Sport-Gala, Peter-Ustinov-Show,
Bambi-Gala).
Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Michael Kunze ganz auf die Arbeit für das Musiktheater konzentriert. Bisher wurde jedes
von ihm geschriebene Musical - ELISABETH, MOZART! und TANZ DER VAMPIRE
- zum internationalen Erfolg (Aufführungen in Österreich, Ungarn, Schweden, Holland, Deutschland, USA und Japan).
Zusammengenommen erreichten die Produktionen bisher über acht Millionen Zuschauer.
Darüber hinaus hat der Autor fast alle bekannten internationalen Musicals ins Deutsche übertragen, darunter EVITA, CATS,
DAS PHANTOM DER OPER, DER KÖNIG DER LÖWEN, MAMMA MIA! und Elton John & Tim Rice's AIDA. Neue Arbeiten von Michael
Kunze sind ein Sprechtheaterstück mit dem Titel LENYA (Uraufführung Kurt-Weill-Festival Dessau 2002), eine amerikanische
Oper (RAOUL; Musik: Gershon Kingsley) und sein neues Musical REBECCA (Musik: Sylvester Levay).
Michael Kunze lebt in Hamburg und New York. Er ist Mitglied der deutschen Dramatikerunion und der amerikanischen Dramatists
Guild, Inc.
Sylvester Levay: Musik, Chorsatz und Orchestrierung
1945 als Sohn ungarischer Eltern in Maria Theresienstadt (im heutigen Subotica) geboren, absolvierte er dort auch die
Schule und ein Musikstudium. Bereits mit 15 Jahren gewann er seinen ersten Kompositionswettbewerb. Ab 1962 tourte er mit
verschiedenen Orchestern durch ganz Europa, bis er 1972 nach München kam.
Dort arbeitete er zunächst als Pianist, Arrangeur, Komponist und Dirigent für Münchner Studios. Er schrieb für Udo Jürgens,
Katja Epstein, Penny McLean, Gitte Haenning und viele andere.
In dieser Zeit lernte er Michael Kunze kennen. Zusammen produzierten sie Welthits wie "Fly Robin Fly", "Get Up and Boogie"
(Silver Convention) und "Lady Bump" (Penny McLean) sowie diverse Schallplatten. Für "Fly Robin Fly" erhielt Levay den
Grammy, Amerikas höchste Musikauszeichnung.
Zwischen 1977 und 1980 komponierte und produzierte Levay für Elton John, Donna Summer, Herbie Man und Sister Sledge, er
dirigiert und orchestriert alle seine Werke selbst und spielt verschiedene Instrumente wie Klavier, Saxophon, Klarinette,
Querflöte und Orgel.
Die darauf folgenden 20 Jahre lebte Sylvester Levay in Hollywood und konzentrierte sich auf das Komponieren von Filmmusik.
Er arbeitete mit Michael Douglas, Charlie Sheen, George Lucas, Sylvester Stallone, Whoopie Goldberg, Peter O'Toole und Steven
Spielberg. Dabei entstanden unter anderem die Filmmusiken für COBRA (Sylvester Stallone), HOT SHOTS (mit Charlie Sheen),
BURGLAR (mit Whoopi Goldberg), TOUCH AND GO (mit Michael Keaton), CREATOR (mit Peter O'Toole), und FLASHDANCE (mit Jennifer
Beals). Während dieser Zeit komponierte Sylvester Levay für über 100 amerikanische Spielfilm- und Fernsehproduktionen.
Er wurde in die National Academy of Recording Arts & Sciences (NARAS) und die Academy of Television Arts & Sciences
(ATAS) gewählt und hielt an den amerikanischen Universitäten UCLA und USC Vorlesungen über Filmkomposition.
Für deutsche Fernsehproduktionen schrieb er die Musik, u.a. für den "Goldenen Löwen", den "Deutschen Fernsehpreis" und
"Bambi".
Mit Michael Kunze widmete er sich ab den 90er Jahren einem neuen Genre, dem Musical: HEXEN HEXEN wurde 1991 auf einer
Freilichtbühne des Theaters Heilbronn mit großem Erfolg gespielt. 1992 hatte die zweite Musical-Produktion im Theater an
der Wien unter der Regie von Harry Kupfer Weltpremiere: ELISABETH, 1999
folgte MOZART!. Mit Michael Kunze setzte er die erfolgreiche Musical-Arbeit fort, mit den DramaMusicals REBECCA das zur Zeit
im Raimund Theater, und Marie Antoinette das im November 2007 in Japan Weltpremiere hatte, und die deutsche Uraufführung
findet Anfang 2009 in Bremen statt.
Harry Kupfer: Regie
Harry Kupfer studierte Theaterwissenschaft in Leipzig. 1958 debütierte er mit Dvoráks "Rusalka" in Halle und übernahm die
Leitung des Opernensembles am Theater in Stralsund. 1962 wurde er Oberspielleiter des Theaters in Chemnitz (ehemals
Karl-Marx-Stadt) und 1966 Operndirektor des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Hier inszenierte er u. a. "Die Entführung aus
dem Serail", "Fidelio", "Der Freischütz", "Salome", "Der letzte Schuss" (Matthus). 1972 übernahm Harry Kupfer als
Operndirektor und Chefregisseur die künstlerische Leitung der Staatsoper Dresden. 1981 wurde er als Chefregisseur an die
Komische Oper Berlin berufen. Unter seinen zahlreichen Inszenierungen an diesem Hause waren "Die Meistersinger von Nürnberg",
Reimanns "Lear" und Händels "Giustino", Siegfried Matthus' "Judith" (Uraufführung), "Boris Godunow", "Orpheus und Eurydike",
"Carmen", "Hoffmanns Erzählungen", "Julius Caesar in Ägypten", "Die Fledermaus". Große Beachtung fand der von "Idomeneo" bis
"Die Zauberflöte" reichende Mozart-Zyklus. Weitere Arbeiten an der Komischen Oper Berlin waren u.a. "Fidelio", "König Hirsch",
"Orpheus in der Unterwelt", "Die Zauberflöte", "Titus" und "Elektra". 2000 wurde Aribert Reimanns Oper "Bernarda Albas Haus"
in der Regie von Harry Kupfer an der Bayerischen Staatsoper München uraufgeführt und erlebte im Juni 2001 die Berliner
Erstaufführung. Brittens "The Turn of the Screw" war Harry Kupfers letzte Inszenierung als Chefregisseur an der Komischen
Oper Berlin. Dafür erhielt er den Bayerischen Theaterpreis 2002 in der Sparte Oper.
Harry Kupfer ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Sächsischen Akademie
der Künste in Dresden und Professor an der Hochschule für Musik in Dresden. Auf der mehr als 200 Arbeiten umfassenden
Werkliste Harry Kupfers stehen Inszenierungen in Graz, Kopenhagen, Amsterdam, Cardiff, London, Wien, Salzburg, San Francisco,
Moskau, Zürich, Frankfurt/M., Köln, Mannheim, Stuttgart, München, Hamburg, Helsinki und Warschau. Die Inszenierungen
"Der fliegende Holländer" (1978) und "Der Ring des Nibelungen" (1988) bei den Bayreuther Festspielen wurden weltweit
diskutierte Theaterereignisse. Zum Abschluss seiner Tätigkeit an der Komischen Oper Berlin wurde ihm das Große
Bundesverdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Harry Kupfer ist Ehrenmitglied der Komischen
Oper Berlin.
Dennis Callahan: Choreografie
Der Choreographie- und Regiemitarbeiter verschiedener Shows für die berühmte Radio City Music Hall in New York stammt aus
Missouri, USA. Er kam 1988 erstmals nach Wien, um am Tanz-Gesang-Studio Theater an der Wien zu unterrichten und übernahm
die Choreographie und Co-Regie bei Ein Käfig voller Narren an der Wiener Volksoper. Bei der Broadway-Produktion dieser Show
war er zuvor als Dance Captain tätig. Seit 1994 choreographiert er alljährlich die beliebte Christmas Show der Radio City
Music Hall. Seit 1996 war er mehrfach am Musicalsommer Amstetten beteiligt mit Blondel, Moby Dick und The Wild Party.
Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die Choreographien zu Harry Kupfers Welt-Uraufführungsinszenierungen bei den Vereinigten
Bühnen Wien: ELISABETH und Mozart! am Theater an der Wien. Nach Grease
in der Inszenierung von Michael Schottenberg am Raimund Theater war er dort auch an der Seite von Roman Polanski wesentlich
am Erfolg der Uraufführung von Tanz der Vampire beteiligt. Die deutsche Erstaufführung der Show in Stuttgart im Jahr 2000
und die Inszenierung in Hamburg im Jahr 2003 wurden ebenfalls von Dennis Callahan choreographiert. Auch für das Musical
ELISABETH in Essen im Jahr 2001 entwickelte er die Choreographie,
genauso wie für die Deutsche Erstaufführung von Mozart! im selben Jahr in Hamburg. Im Jahr 2004 führte er Regie bei der
Stuttgarter Produktion von ELISABETH und entwickelte im selben Jahr die
Choreografie der Warschauer Produktion. Erst kürzlich führte er Regie beim Radio City Christmas Spectacular in Toronto.
Zur Berliner Premiere von Roman Polanskis Tanz der Vampire im Dezember 2006 zeichnete er für die Choreografie verantwortlich.
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