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Das Queen-Musical WE WILL ROCK YOU: Das Kreativ-Team
Ben Elton, Brian May und Roger Taylor
Ben Elton (Story, Script and Director)
Ben Elton zählt seit den 80er Jahren zweifelsohne zu den führenden Persönlichkeiten in der Zunft der britischen
Comedy-Stars. Mit der Entwicklung des Scripts zu einem der sensationellsten Sitcom-Erfolge, The Young Ones, im Auftrag der
BBC, wurde der Name des damals 23-jährigen Co-Autoren erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die vielfach
preisgekrönte Show, die für ihr Genre vollkommen neue Maßstäbe setzte, wurde weltweit Kult, und das 1984 erschienene Buch
zur Serie in Großbritannien zum Bestseller. Fortan schrieb das gewitzte Comedy-Genie für sämtliche der angesagten
Serienhits seiner Generation wie Happy Families, Filthy Rich & Catflap und The Thin Blue Line, die 1995 mit dem
British Comedy Award und in Reims mit dem Publikums- wie auch dem Kritikerpreis der Jury prämiert worden waren. 2005
packte Elton erneut das Sitcom-Fieber, und er schrieb für die BBC1 die Serie Blessed, bei der er auch Regie führte.
Ben Elton ist ein überaus erfolgreicher und beeindruckender Stand Up Comedian und seine Live-Auftritte sind für das
britische Publikum ein "Muss" und der Kassenknüller für ein jedes Haus. Auch seine Fernsehshows Saturday Live, The Man From
Auntie und The Ben Elton Show bescherten Channel Four und der BBC die verlässlichsten ihrer Quotenhits. 1991 wurde Ben
Elton mit dem Royal Television Society Writers Award ausgezeichnet.
1985 begann seine phänomenal erfolgreiche Zusammenarbeit mit Richard Curtis. Zusammen schrieben sie die weltweit
erfolgreichen Serien Blackadder 2, Blackadder The Third, und Blackadder Goes Forth, die sämtlich mit Preisen überschüttet
wurden, darunter vier BAFTAs (British Academy Film Awards) sowie einen Emmy Award. Ben und Richard schrieben auch Rowan
Atkinsons Bühnenhit The New Review (1986) und die berühmte Mr. Bean-Folge Das Examen.
1988 veröffentlichte Ben seinen ersten Roman, Stark, der unter dem deutschen Titel Letzter Countdown erschien. Das Buch,
dessen Handlung in Australien spielt, wurde ein sofortiger Erfolg und verkaufte sich über 1 Millionen Mal. Seither
verfasste Ben weitere neun Bestseller: Gridlock (1991), zu deutsch Abgefahren, landete auf Platz 1 in Großbritannien
ebenso wie seine Titel This Other Eden (1993) und Popcorn (1996), ein Roman, der mit dem Crime Writers Association of
Great Britain Gold Dagger Award ausgezeichnet wurde und unter gleichem Namen auf Deutsch erschienen ist. Des Weiteren
schrieb er Blast from the Past (1998), zu deutsch Kalt erwischt, und Inconceivable (1999), erschienen im Deutschen unter
dem Titel Seitensprünge, beide auf Position 5 der britischen Bestsellerliste; Dead Famous (2001), zu deutsch Tödlicher
Ruhm und High Society (2002), die wiederum beide den ersten Platz in Großbritannien eingenommen haben. High Society war
auch Gewinner des WH Smith Peoples Choice Fiction Award. In England erreichten zudem seine bis dato noch unübersetzten
Romane Past Mortem (2004) und The First Casualty (2005) Platz 4 und 5 in den "UK Top 5"-Verkaufscharts. Ben Eltons Romane
sind in Australien ebenso gefragt wie in Großbritannien und auch andernorts international erfolgreiche Bestseller-Hits.
Ursprünglich wollte Ben zum Theater und absolvierte ein Schauspielstudium in Manchester. Mit drei erfolgreichen Stücken,
Gasping (1990), Silly Cow (1991) und Popcorn (1996), die am Londoner West End zu Rennern wurden, offenbarte sich einmal
mehr Ben Eltons begnadetes Bühnentalent. Popcorn gewann den TMA Barclays Theatre Award in der Kategorie für das beste
neue Stück sowie den Olivier Award als Auszeichnung der besten Komödie. Die Pariser Produktion von Popcorn brachte es
auf eine Laufzeit von mehr als einem ganzen Jahr und war für sieben Molière Awards nominiert. 1998 ging sein Stück
Blast from the Past in eine rekordträchtige Spielzeit-Verlängerung am West Yorkshire Playhouse. Alle Stücke aus der
Feder Ben Eltons werden in ständig neuen Inszenierungen auf einer der Bühnen der Welt lebendig.
1992 startete Ben seine Schauspielerkarriere mit der Hauptrolle in der Filmadaption seines eigenen Romans Stark. Die
in Koproduktion mit der ABC entstandene Filmproduktion unter der Regie von Nadia Tass wurde komplett in Australien
gedreht. Darüber hinaus spielte er noch im selben Jahr in Kenneth Brannaghs hochgelobtem Spielfilm Much Ado About
Nothing, Viel Lärm um nichts, die Rolle des "Verges" an der Seite von Michael Keaton.
2000 schrieb und inszenierte Ben seinen ersten Film, die romantische Komödie Maybe Baby, die - mit Hugh Laurie und
Joely Richardson in den Hauptrollen - mit großem Erfolg in England lief und weltweit in den Verleih kam.
Noch im gleichen Jahr arbeitete er zusammen mit Andrew Lloyd Webber an Buch und Songtexten für The Beautiful Game, das
in London mit dem Critics Circle Award als bestes Musical ausgezeichnet wurde. Sein zweites Musical,
WE WILL ROCK YOU, das im Mai 2002 in London uraufgeführt wurde,
ist bis heute in London ein kolossaler Hit und wurde 2003 mit dem Theatergoers Choice Award ebenfalls als bestes neues
Musical geehrt. Seitdem feierte WE WILL ROCK YOU ebenso in den USA,
Deutschland, Australien, Russland, Spanien, Japan und Südafrika Premiere. Ben Eltons letztes Musical-Projekt war
Tonight's The Night mit der Musik von Rod Stewart, das im November 2003 seine Uraufführung in London erlebte.
Brian May (Vocal Harmony Arrangement and Music Supervisor)
In seiner mehr als drei Jahrzehnte andauernden Karriere hat sich Brian May, Gründungsmitglied der Gruppe Queen, weltweit
einen Namen als Gitarrist, Sänger, Songwriter, Produzent und Musiker gemacht. In seinem Engagement für Queen zeichnete
er für die Einspielung und Produktion von 20 Studioalben mitverantwortlich, die international bislang mehr als 100
Millionen Mal verkauft worden sind, und stand 30 Jahre rund um den Globus auf der Bühne. Man sagt, sein unvergleichlicher
Gitarrenstil könne anhand eines einzigen Tons erkannt werden!
Brian hat 22 Top-20-Hits geschrieben wie unter anderem das hymnengleiche We Will Rock You, The Show Must Go
On, I Want It All und Fat Bottomed Girls sowie mitreißende Balladen wie Who Wants To Live
Forever, No-One But You und Save Me. Als ebenso gefragter Solokünstler veröffentlichte Brian May
zwei überaus erfolgreiche Alben, 1992 Back To The Light mit den Songs "Too Much Love Will Kill You" und "Driven
By You", die jeweils beide mit dem Ivor Novello Award ausgezeichnet wurden, und 1998 Another World.
Die Kompositionen von Brian May nehmen fortwährend Einfluss auf die unterschiedlichsten Künstler, die eigene Versionen
in den verschiedensten Stilrichtungen aufnehmen und sampeln, wie aus den Genres Rock (Def Leppard, Ted Nugent, Metallica),
Country (Hayseed Dixie), Rap (Eminem), Mainstream (Elaine Paige, Shirley Bassey, Claire Sweeney), Pop (Macy Gray, Five,
George Michael) und Klassik (The Royal Philharmonic Orchestra unter dem Dirigenten Tolga Kashif). Brian arbeitete mit
zahlreichen Sängern und Musikern von internationalem Rang zusammen wie unter anderem Robbie Williams, die Foo Fighters,
Guns'N'Roses, Zucchero und die Yardbirds. Darüber hinaus ist er immer wieder zu Gastauftritten auf Benefiz-Konzerten
eingeladen, wo er in einer ganzen Reihe sowohl als Solist wie auch mit Künstlern wie Bryan Adams oder Luciano Pavarotti
zu erleben war. Brian war es eine besondere Ehre, die Lead-Gitarre zum Gedenken an seinen guten Freund, den verstorbenen
Komponisten Michael Kamen, zur Eröffnung der Winter Olympiade 2002 gespielt zu haben. 2002 war ebenso das Jahr, in
welchem Brian einen der eindrucksvollsten Momente zu den Feierlichkeiten des fünfzigjährigen Krönungs-Jubiläums von
Königin Elisabeth II. abgegeben hatte: Zur Eröffnung des Palace Jubilee Konzertes spielte er live, stehend auf dem Dach
des Buckingham Palastes, seine Interpretation von "God Save the Queen". Verfolgt von 1,2 Millionen Menschen außerhalb des
Palastes und von Millionen vor den Fernsehgeräten rund um die Welt, wurde dieser Auftritt zu einem jener historischen
Ereignisse, die unauslöschlich in die Annalen der Geschichte eingegangen sind.
Als Queen als eine der ersten Rockbands für den Soundtrack zu einem Spielfilm - Flash Gordon - beauftragt wurde, entdeckte
Brian sein Interesse für Filmmusik. Es folgte die Musik für Highlander, 1996 eine Oper für Steve Barrons Pinocchio und
1999 der komplett von Brian May geschriebene Soundtrack für den französischen Kunstfilm Furia.
Brian ist natürlich kein Theater-Neuling mehr. Neben musikalischen Beiträgen für die Auftritte von seiner Frau, der
Schauspielerin Anita Dobson, schrieb und spielte er 1987 die Musik für die Macbeth-Inszenierung der Red and Gold Theatre
Company am Londoner Riverside Theatre. Brians wirkt weiterhin weltweit kreativ an den verschiedenen Produktionen des
Queen-Rockmusicals WE WILL ROCK YOU mit. Bis dato wurden für die
Londoner Produktion 3 Millionen Tickets verkauft, die seit ihrer Uraufführung im Mai 2002 am Londoner Dominion Theatre
mit stehenden Ovationen gefeiert wird. Die meistverkaufte Show Großbritanniens, unter Brians persönlicher Supervision
produziert, ist derzeit auch in Japan, Spanien, Köln und Wien zu sehen und hatte im Frühjahr 2007 in Toronto, Kanada,
Premiere.
Im Oktober 2002 wurde Queen mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt, als eine der wenigen nicht-amerikanischen
Bands, die neben den britischen Beatles dieser Auszeichnung für würdig befunden wurde. Nur wenige Monate zuvor waren
Queen in der Songwriters Hall of Fame aufgenommen worden, für "die von Queen über drei Jahrzehnte hinweg millionenfachen
Verkaufserfolge, insbesondere für deren einzigartigen Rekord, dass jedes der einzelnen Bandmitglieder eigene Nr.1-Hits
geschrieben hat". Brian Mays "We Will Rock You" wurde besonders erwähnt als einer der meistgespielten Songs in den
Vereinigten Staaten sowie als Sport-Hymne für Hunderte von Verbänden und Teams weltweit.
Brians beständiges Engagement in der AIDS-Aufklärung führte dazu, dass Queen zu einer der treibenden Kräfte der
46664-Kampagne in Zusammenarbeit mit der Nelson Mandela-Stiftung wurde. Höhepunkt der Kampagne war ein Benefiz-Konzert
vor 40.000 Zuschauern im Green Point Stadium in Kapstadt im November 2003. Das Konzert, bei dem prominente afrikanische
Künstler und eine Reihe internationaler Stars aufgetreten waren, wurde zeitgleich über TV, Radio und Internet in alle
Welt übertragen und erlangte mit über 2 Milliarden Zuschauern in 166 Ländern den Status des größten Medienevents der
Geschichte.
Vor einigen Monaten reihte sich Brian May ein in die exklusive Liste weltberühmter Künstler, die mit PepsiCo International
zusammen gearbeitet haben. Während der Dreharbeiten in Rom 2003 nahm Brian für einen Pepsi-Spot mit Beyonc&eacure;, Britney Spears,
Pink und Enrique Iglesias eine einmalige Version seines Klassikers "We Will Rock You" auf.
Brian entwarf außerdem eine Planetarium-Show, für die er Aufnahmen von Queen im 5.1 Surround Sound neu abmischte. Derzeit
ist diese Show ausschließlich in Deutschland zu sehen. Des Weiteren schrieb er Musik für zahlreiche TV-Shows und hatte
besonders viel Spaß am Einbringen seiner inspirativen Ideen bei der Produktion dreier Hitalben für ultimative
Luftgitarristen The Greatest Air Guitar In The World Ever!
Brian hegt ein großes Interesse an der Astronomie und trägt regelmäßig zu Patrick Moores The Sky at Night bei, mit dem
er als Ko-Autor das Astrophysikbuch "Bang! The Complete History of the Universe" geschrieben hat, das im Oktober 2006
bei Carlton Books herausgegeben wurde und derzeit die Bestsellerlisten im Bereich Sachbuch anführt. Brian kehrte dieses
Jahr an das Imperial College zurück, um seine wissenschaftlichen Arbeiten wiederaufzunehmen und seine Promotion in
Astrophysik nach 30 Jahren abzuschließen. In seinen aktuellen Studien erforscht er interplanetaren Staub. Darüber hinaus
arbeitet Brian an weiteren Publikationen wie zur Zeit an einem Buch über T.R. Williams, einem bekannten viktorianischen
Vertreter der Stereo-Fotografie in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er ist Pate bei einer Reihe von Hilfsorganisationen
wie beispielsweise dem Mercury Phoenix Trust und der The British Bone Marrow Donor Association. Brians herausragende
Leistungen auf musikalischem Gebiet führten ihn im Frühjahr 2006 wieder an den Buckingham Palast zurück, wo ihn Queen
Elizabeth II. mit dem Titel CBE, Commander of the British Empire, ehrte. Den offiziellen Titel Dr. May trägt Brian seit
der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität von Hertfordshire im Jahr 2005.
Neue Erfolgsmeldungen zu Queen prägten die letzen Monate. Ihr Song "Bohemian Rhapsody" gilt Umfragen zufolge als die
beliebteste Single aller Zeiten, und in jüngster Zeit haben sie gar die Beatles eingeholt und übertroffen, zumal sie
in einer UK-weiten Radioumfrage als die beste Gruppe aller Zeiten gewählt wurden und Greatest Hits I mittlerweile das
meistverkaufte Album in Großbritannien ist.
Brian genießt die Kommunikation mit seinen Fans und informiert regelmäßig über seine Arbeit auf seiner Internetseite
www.brianmay.com.
Roger Taylor (Music Supervisor)
Bekannt für seinen Powerhouse-Part bei Queen, ist Roger Taylor alles andere als ein Schlagzeuger, der sich nur auf sein
Drumset beschränken lässt. Schon während seiner ganzen Schulzeit lag ihm der Rock'n'Roll im Blut, und für Queen war
Roger als Sänger stets ausnehmend aktiv. Bekannt für die markanten, aus seiner Feder stammenden Queen-Songs Radio Ga
Ga und It's a Kind Of Magic, war er ebenso das erste Mitglied der Band, das 1981 ein Soloalbum - Fun In Space -
veröffentlichte. Mittlerweile hat Roger Taylor vier Soloalben herausgebracht, die neben seiner Arbeit mit Queen sein
herausragendes Talent als Musiker und Songwriter unterstreichen und ihn als eine Persönlichkeit mit einem breiten
musikalischen Spektrum und einem, nicht zuletzt, ausgeprägten Sinn für Ironie auszeichnen. Man denke nur an die Verse
zu seinem Song I'm In Love With My Car von der B-Seite der Single Bohemian Rhapsody, der zu einem Publikumsliebling bei
Live-Auftritten von Queen geworden war.
Roger Taylors dynamische Lebenshaltung ist keineswegs nur auf seine Musik begrenzt: als der Medienmogul Rupert Murdoch
Anstalten machte, den Fußballclub Manchester United aufzukaufen, unterstützte er die Anhänger des Vereins mit einer
Stiftung, die diese Übernahme verhindern konnte und so dem Club, historisch gesehen, das erfolgreiche Überleben
sicherte.
Seine Geschichte mit einer der berühmtesten Rockbands nahm Ende der 60er Jahre ihren Anfang, als er sich zuerst mit
Brian May zu einem Team zusammen tat, dem sich später John Deacon und Freddie Mercury anschließen sollten.
Doch zunächst...
Roger wurde am 26. Juli 1949 in Kings Lynn, Norfolk, geboren. Mit dem Umzug seiner Familie Anfang der 50er Jahre nach
Cornwall, entdeckte sich Rogers Musikalität und er erlernte sein erstes Instrument, die Ukulele. Einen Vorgeschmack auf
das, was viel später noch kommen sollte, holte sich der Grundschüler als Mitglied einer Skiffle-Band, deren kollektives
Talent zwei öffentliche, eher qualvolle Auftritte allerdings nicht überdauerte.
Der unfreiwillige Beitritt zum Truro Cathedral Choir im Jahr 1960 - eine der unverzichtbaren Bedingungen für ein späteres
Stipendium - veranlasste Roger zu einer neuen Ausrichtung seiner bisherigen Musik. Während dieser Zeit brachte er sich
selbst das Gitarrenspielen bei und stieg ein Jahr später auf das Schlagzeug um.
1966 hatte Roger nicht nur als Drummer in Cornwalls bekanntester Band, The Reaction, einen weiteren Schritt nach vorne
gemacht, sondern brillierte auch als deren Lead-Sänger und postierte sich mit seinem Schlagzeug - wo sonst? - an der
Rampe in der Mitte der Bühne. Noch im selben Jahr gewann The Reaction einen heiß umkämpften Talent-Wettbewerb und die
Band wurde, so die Meldungen in den Zeitungen und wie nicht anders zu erwarten war, "von weiblichen jungen Fans bestürmt
und umlagert."
Obwohl er beständig mit Leidenschaft seine Musik betrieb, entschied sich Roger Taylor dafür, die berufliche Karriere des
Zahnmediziners einzuschlagen und zog 1967 nach London. Zunächst eingeschrieben am London Hospital Medical College,
wechselte er später die Fakultät und absolvierte mit dem Bachelor of Science ein Studium im Fach Biologie. 1968 formierte
Roger mit dem aus Middlesex stammenden Gitarren-Ass Brian May und Tim Staffell die Band Smile. In den Jahren ihres
Bestehens trat Smile fast immer nur sporadisch auf und veröffentlichte dennoch eine eigene Single in den USA. 1971 hatte
sich Roger schon länger von dem Gedanken, Zahnarzt oder Biologe zu werden, verabschiedet. Smile hatten sich aufgelöst
und gemeinsam mit Brian May und Freddie Mercury gründete sich die Gruppe Queen.
In der Legende von Queen kommt häufig die enge Freundschaft zwischen Taylor und Mercury zum Tragen, die beide stundenlang
durch die Stadt zogen, um ihre damaligen Idole live zu erleben - The Jimi Hendrix Experience, Led Zeppelin, David Bowie,
The Who -, die Queen musikalisch so nachhaltig beeinflussen sollten.
Vom ersten Tag an schrieb Roger Songs für Queen und jedes der 15 Studioalben enthält mindestens eine seiner Kompositionen.
Alle vier Queen-Mitglieder steuerten bekanntlich mit ihren Eigenkompositionen Nr.1-Hits zum Erfolg der Gruppe bei und
Roger Taylor leistete seinen Beitrag unter anderem mit den Singles Radio Ga Ga und A Kind Of Magic.
1977 war das entscheidende Jahr für Queen: Sie veröffentlichten We Are The Champions und We Will Rock
You. Roger kaufte sich einen Ferrari und startete mit der Single I Wanna Testify als erstes Bandmitglied eine
Solokarriere.
Sein Solo-Album Fun In Space erschien 1981 und wurde sofort ein Hit. 1984 folgte das rockige Strange
Frontier. Beide LPs erreichten die Top 30. 1987 gründete Roger Taylor seine eigene Band The Cross, bei der er
schließlich auch nach mehr als 20 Jahren wieder den Part des Leadsängers übernahm. The Cross veröffentlichten drei
erfolgreiche Alben und machten ausgedehnte Tourneen durch Großbritannien und Europa.
Nach dem tragischen Tod von Freddie Mercury widmete sich Roger erneut seiner Solokarriere. Mit dem 1994 veröffentlichten
Album Happiness? versuchte er den Weg zu ergründen, "das Leben zu meistern und sein Glück zu finden". Der Erfolg
dieser Platte führte zu weiteren Tourneen durch Großbritannien und Italien.
Anschließend produzierte er sein wohl erfolgreichstes Album Electric Fire, das seine feine Beobachtungsgabe
als Songwriter besonders zum Ausdruck brachte. Das Album ist reich an Reflexionen über das heutige Leben, voll von
Songs, die aufhorchen lassen und nachdenklich machen und kontroverse Themen aufgreifen wie die Überalterung der
Gesellschaft, häusliche Gewalt oder Armut. Mehrere Indienaufenthalte, bei denen Roger die ungleiche Verteilung der
extremen Vermögensverhältnisse in dem bevölkerungsreichen Land erfuhr, inspirierten ihn zu dem Song "People On Streets".
Roger nimmt nie ein Blatt vor den Mund und etliche der Reichen und Mächtigen unserer Welt werden namentlich darin
benannt.
Die Entstehung des Musicals WE WILL ROCK YOU mag überraschen,
wenn man bedenkt, dass ihm Musicals vollkommen fremd sind. "Ein Genre", wie Roger betont, "das ich nicht besonders
gern mag." Doch mit seiner engen Zusammenarbeit mit Brian und Ben Elton während des Entstehungsprozesses der Show,
fand sich Taylor, indem man die Regeln des Musical Theaters brach, mehr und mehr in dem Projekt verwurzelt. An der Seite
von Brian übernahm er die Position des Musical Supervisors, nicht nur für die Londoner Originalproduktion, sondern
weiterhin auch für jede einzelne Produktion, die weltweit noch folgen sollten.
Parallel zu den Vorbereitungen für WE WILL ROCK YOU engagierten
sich Roger und Brian als zwei der hauptsächlichen Paten bei der Gründung der Nelson Mandela 46664-Stiftung, und standen
bei den ersten beiden Konzerten in Südafrika auf der Bühne. Für das erste Album 46664 steuerten sie gleich mehrere neue
Songs bei, die sie mit Künstlern wie Bono, Anastacia, Dave Stewart und Beyonc&eacure; aufgenommen hatten. Roger verfasste zwei
der neuen Songs für das Projekt: "Say It''s Not True", in dem das Gefühl eines Menschen beschrieben wird, der erfährt,
das er HIV-positiv ist, und "Invincible Hope", der auf den Schriften Nelson Mandelas basiert und auch einige von Mandela
selbst gelesenen Sätze aus seiner Autobiographie enthält.
2005 nach einer zufälligen Begegnung mit dem ehemaligen Free-Sänger Paul Rodgers hatten Roger und Brian das Gefühl, es
sei nun an der Zeit, Queen wieder auf Tour zu bringen. Unter dem Flaggschiff Queen + Paul Rodgers stellten sie ihr neues
Bühnenprogramm auf einigen wenigen, handverlesenen Konzertterminen in ganz Europa vor. Der durchschlagende Erfolg auf
dieser sechswöchigen Europa-Tour führte zur Buchung einer anschließenden Tournee durch die USA, wo Roger und Brian zum
ersten Mal seit 20 Jahren dort live wieder zu erleben waren. Der Effekt, der ihre Rückkehr auf die Bühne hinterließ,
wurde trefflich in einer Kritik aus Vancouver nach ihrem Abschlusskonzert auf den Punkt gebracht: "die Nacht in welcher
der Stadienrock sein offizielles Comeback erleben konnte."
Wieder hinter dem Schlagzeug zu sitzen - obwohl diese neue Live-Show ihm auch viel Raum zum Singen bietet - kommentiert
Roger mit den Worten: "Das ist für uns wie eine Verjüngungskur. Ich lasse mir sogar die Haare wieder lang wachsen. Aber
mein Alter muss ich dennoch im Blick behalten - und mir sagen 'Hey, benimm dich!'"
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